Dienstag, 1. Januar 2008

Kinder ohne Kindheit Philippinen - Die traurigen Engel der Nacht

(2008)

http://www.christiansterley.de/screenshot_3_1996_die-traurigen-engel-der-nacht-kinderprostitution-auf-den-philippinen_1.html
http://www.christiansterley.de/filmdetail_2_1999_kinder-ohne-kindheit.html

250 Millionen Kinder müssen täglich arbeiten, oft zehn bis 14 Stunden am Tag und in unbeschreiblichen Verhältnissen. Vielen von ihnen bleibt nichts anderes, als die eigene Haut zu Markte zu tragen - für reiche Sex-Touristen. Christian Sterley zeigt noch einmal die drei jungen Frauen, die er vor Jahren beobachtete, als sie Neulinge auf dem Kinderstrich in Manila waren. Was ist aus ihnen geworden? Haben sie Hilfe gefunden, um in ein einigermaßen geordnetes Leben zurückzufinden?

Die traurigen Engel der Nacht - Kinderprostitution auf den Philippinen
Im Jahr 1996 drehte der Journalist Christian Sterley einen Film über drei kleine Mädchen vom Kinderstrich in Manila.
Nun ist Sterley wieder mit der Kamera ins Milieu eingetaucht, um zu sehen, was aus den Kindern geworden ist.

Kinder ohne Kindheit
Vor fünf Jahren drehte der Journalist Christian Sterley einen Film über drei kleine Mädchen vom Kinderstrich in Manila. Nun ist Sterley wieder mit der Kamera ins Milieu eingetaucht, um zu sehen, was aus den Kindern geworden ist. Eine Reportage die berührt und erschrickt.
Entstanden in Zusammenarbeit mit dem UN-Kinderhilfswerk, ausgezeichnet mit der "Silbernen Taube" in Turin.
Sprecher: Sir Roger Moore, Philippinen, 1999, 45 Min., ZDF, Redaktion Horst Kalbus

Zwischen Tanzknast und Sittenschule

mein ausland: Zwischen Tanzknast und Sittenschule
Reportagen aus Japan, Südkorea und den Philippinen / Film von Mario Schmidt, ARD-Studio Tokio
(2008)

Das Internet hat die Knasttänzer der philippinischen Insel Cebu weltweit bekannt gemacht. 1600 Mörder, Drogendealer, Bankräuber schwingen gemeinsam die Hüften. Sie haben eine eigene Tanzlehrerin und einen Musikfan als Direktor. Der will die Verbrecher rhythmisch resozialisieren. Jeden fertigen Tanz filmt er und stellt ihn auf die Internetseite YouTube.
Das ungewöhnliche Gefängnis ist eine Station auf Mario Schmidts Reise durch Fernost. Im Slum von Manila besucht der ARD-Korrespondent aus dem Studio Tokio mit seinem Kamerateam Menschen, die ihre Nieren an Reiche verkaufen. In Tokio lernt er bei einer Benimmlehrerin die Feinheiten des japanischen Anstands kennen und trifft den allgegenwärtigen TV-Star Mino Monta, den Weltrekordhalter im Moderieren von Fernsehsendungen. Auf der koreanischen Halbinsel fährt das ARD-Team über die gefährlichste Grenze der Welt nach Nordkorea ins malerische Kumgang-Gebirge. Das ist auch für Südkoreaner zugänglich. Viele von ihnen treffen dort zum ersten Mal im Leben auf Nordkoreaner.

Wo Du herkommst... Philippinen

arte junior 2008

Vom Goldrausch zur Kuechenkunst: "The Perfect Woman"

Reportagen aus Japan, Korea und den Philippinen - eine Philippinin in Südkorea - Phoenix 2008

Gott und die Welt: Josephines Traum - Ein Müllkind in Manila

„Ich bin ein Aasgeier!" sagt Josephine. Die 13-jährige schuftet wie hunderte andere Kinder auf einer der größten Müllhalden von Manila, Hauptstadt der Philippinen. Im stinkenden Müll suchte sie nach wieder verwertbaren Abfallresten, die sie an Recyclinghändler verkauft. Eine gefährliche Arbeit. Doch ihre Familie braucht das Geld. Josephine hat keine Wahl. Nur einen großen Traum: „Ich möchte einmal Lehrerin werden und meine Familie fortbringen von hier!" erzählt sie Reporter Martin Buchholz. Das war 1998.

Zehn Jahre später kehrt Martin Buchholz nach Manila zurück: Was ist aus Josephine geworden? Konnte sie ihren großen Traum verwirklichen? Mitten auf der Müllhalde beginnt eine beeindruckende Spurensuche.

Die „Gott und die Welt"-Reportage des WDR schildert den eindrucksvollen Überlebenskampf einer philippinischen Familie und geht der Frage nach, ob Müllsammler wie Josephine überhaupt eine Chance haben, den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen.

WDR 2008 http://kindernothilfe.de/josephinestraum.html

http://www.martinbuchholz.com/docs/home.php?menu=1&menu_name=Filme&submenu=&id=148

Philippinen - Wege aus der Armut

Auf den Philippinen haben multinationale Agrarunternehmen in den sechziger Jahren eine industrialisierte Landwirtschaft nach westlichem Vorbild durchgesetzt. Die sogenannte „Grüne Revolution“ hat den Hunger nicht gestillt und die Landbevölkerung noch ärmer gemacht. Heute verspricht die „Gentec Revolution“ wiederum Ertragssteigerung und Nahrung für alle. Bauernverbände und Agrarwissenschaftler kämpfen mit Menschenrechtsorganisationen und kirchlichen Entwicklungsdiensten gegen eine kleine machtvolle Elite, die aus Land Kapital schlägt, und arbeiten konsequent für eine bäuerliche Landwirtschaft, in der es zunächst um die Ernährung der Bevölkerung und dann um den Export geht.

Blickwechsel NordSüd SWR 2008

Nierenhandel auf den Philippinen

"Nierenslums" werden sie genannt - ganze Stadtteile Manilas, in denen Menschen ihre Familie davon ernähren, dass sie eine gesunde Niere zur "Spende" an reiche (aber kranke) Ausländer oder Philippinos verkaufen.

Der Begriff Organspende könnte nicht weiter von der Realität entfernt sein - nicht nur der gesunde Philippino wird für sein entnommenes Organ finanziell entschädigt, an seiner Operation und dem globalen Handel mit seiner und Tausenden von anderen Nieren verdienen noch zahlreiche Menschen mehr. So zum Beispiel die "Nieren-Brokerin“, der dieser Film durch Manila folgt. Ihr Job ist die Vermittlung geeigneter Slum-Bewohner an Spende-Zentralen mit Kontakten in die Industrieländer.

Film von Mario Schmidt Phoenix 2008

Fernweh - Die Reisereportage: Die Philippinen

Sein Leben lang hat der Reisbauer Wigan auf seinen Reisterrassen gearbeitet. Jetzt, mit 88, ist er zu alt dazu. Aber Geld verdienen will er immer noch für seine große Familie. Und so zieht er Tag für Tag seine bunte traditionelle Tracht an und lässt sich von Touristen fotografieren. Mit den sensationellen Reisterrassen von Banaue im Hintergrund. Sie gehören zu den Philippinen wie die 7107 Inseln und die 35 000 Kilometer Küste. Platz genug, um nach einer Reise in die Kultur und Geschichte des Landes ein beschauliches Fleckchen am Meer zu finden, wo man in eleganten Wasser-Bungalows wohnen und das Strandleben inmitten grün bewachsener Kalksteinfelsen genießen kann.

Philippinen Weltberühmte Reisterrassen, hängende Särge und die Welt der Wasservillen
http://www.fernwehinfo.de/?area=archive&filter=p
http://www.fernwehinfo.de/?area=detail&id=270

Reiseroute: Auf der Hauptinsel Luzon liegt die Hauptstadt der Philippinen, Manila. Von dort aus ging die Fahrt in den Norden der Insel, nach Banaue und Baguio, die "Sommerhauptstadt" des Landes.
Zum Schluss gab es noch einen Abstecher auf die Insel Palawan, nach El Nido.

Reisterrassen von Banaue: "Stufen zum Himmel" nennen die Bauern ihre Reisterrassen, und tatsächlich scheint es, als kletterten die Felder wie Treppen zum Himmel hinauf. Die Reisterrassen gelten als eine der beeindruckendsten Kulturlandschaften, die je von Menschen geschafften wurden. Sie wurden von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärt.
Sagada: Ein hübscher Bergort, dessen Sehenswürdigkeit seine hängenden Särge sind. Die Menschen in dieser Region wollen nicht unter der Erde begraben liegen, sie befestigen ihre Särge an Felswänden oder in offenen Begräbnishöhlen.
Baguio: Die Stadt in den Bergen zieht wegen ihres angenehm kühlen Klimas und ihrer sauberen Luft in der in schwül-heißen Sommerzeit viele Großstädter an. "Sommerhauptstadt der Philippinen" wird sie deshalb genannt. Baguio ist stark amerikanisch geprägt, die Amerikaner haben hier in der rund 50jährigen Besatzungszeit einen Stützpunkt gebaut.
Palawan / El Nido: Die Insel Palawan gilt als Naturparadies. Weite Teile der Insel sind noch mit Regenwald bedeckt, die Küsten werden von weißen Sandstränden gesäumt. Erholung pur im Einklang mit der Natur bieten die in idyllischer Lage gelegenen El Nido Resorts www.elnidoresorts.com. Von hier aus kann man Ausflüge zu einsamen Stränden und blauen Lagunen unternehmen sowie Inselwanderungen machen.

BR 2008

oder hier

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Ab geht die Post! Weltweit unterwegs mit Briefträgern

Der Postbote in Manila muss Empfänger mühevoll suchen: In der philippinischen Hauptstadt hat nicht jede Straße einen Namen. (2008)

Popkultur auf Raedern - Mit den Jeepneys durch die Philippinen

Billig, bunt und unverwüstlich. Seit mehr als 50 Jahren beherrschen die Jeepneys das Straßenbild der Philippinen. Die bunten, spritfressenden Fahrzeuge sind umgebaute, zu Bussen verlängerte Jeeps und bis heute das wichtigste Transport- und Nahverkehrsmittel in dem Inselstaat. Wie viele Jeepneys herumfahren, weiß keiner - Schätzungen zufolge sind es allein in "Metro Manila", wie der Ballungsraum mit der Hauptstadt in seinem Zentrum genannt wird, über 200.000 Fahrzeuge. Aber die steigenden Benzinpreise bereiten auch ihren Erbauern und Chauffeuren zunehmend Sorgen. Hat der Jeepney eine Zukunft?

Die knallbunten Jeepneys beruhen ursprünglich auf US-Militärfahrzeugen und haben seit Jahrzehnten Kultstatus auf den Philippinen. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges ließen die amerikanischen Soldaten ihre Jeeps auf dem Inselarchipel zurück. Da es nach dem Krieg vor allem in der wachsenden Metropole Manila kein Nahverkehrssystem gab, machten die Filipinos aus der Not eine Tugend, verlängerten die Militärfahrzeuge einfach um ein paar Meter - und fertig war ein Minibus, in den bis zu 25 Personen hineinpassen.
Doch die spritfressenden und Schadstoffe ausschleudernden Jeepneys wirken inzwischen wie Dinosaurier. "Diesel und Benzin werden immer teurer, irgendwann wird sich keiner mehr einen Jeepney leisten können", sagt Ropino Morales, der in den letzten 20 Jahren die Bauweise der Jeepneys verändert hat und die Dächer seiner Wagen aus Fiberglas baut. Dadurch sind die Autos leichter und sicherer. In Morales' Werkstatt werden die Gefährte in Airbrush-Technik bemalt, um durch ihre kitschig-bunten Motive mehr Fahrgäste anzulocken.
Auf den Philippinen hat sich über die Jahrzehnte eine eigene Kultur um die Jeepneys herumetabliert. Viel Chrom, Extrascheinwerfer, Antennen und Fähnchen gehören einfach dazu. Je übertriebener und kitschiger das Erscheinungsbild, desto typischer für einen Jeepney. Die Gefährte verkörpern so etwas wie Popkultur auf Rädern. Sie rattern, rasen und schaukeln durch die übervölkerten Straßen der Millionenmetropole Manila ebenso wie sie schönste Landschaften zwischen Reisfeldern, Palmen und Dschungel passieren. Wenn auch inzwischen auf den Philippinen herkömmliche Überlandbusse eingesetzt werden, stünde ohne die geländegängigen Jeepneys in manchen Landesteilen das Transportwesen still. Transportiert werden vor allem in der Provinz nicht nur Menschen, sondern auch Reissäcke, Kisten, Eisenstangen, Möbel, Tiere und Getränke - eben alles, was man zum Leben braucht.

(ARTE Deutschland, 2008, 43mn)