Die Hände und Nägel des Reisbauern Bebot Puing aus der philippinischen Provinz Cotobato sind zerfressen vom Einsatz der Pestizide, das Saatgut für seinen Reis stammt von großen multinationalen Konzernen, und er ist hoch verschuldet beim örtlichen Zwischenhändler, dem er schließlich seine gesamte Ernte abliefern muss. Um den Eigenbedarf seiner Familie zu decken, kauft er Reis von anderen. Im Internationalen Reisforschungsinstitut in Manila präsentieren Wissenschafter die Verheißungen der umstrittenen Gentechnologie: Bringt der sogenannte 'Golden Rice', eine genetisch manipulierte Reissorte, die Provitamin A enthält, die Erlösung von Hunger und Mangelernährung? Ist Gentechnik ein Segen für Bauern, Umwelt und Konsumenten? Der ehemalige 'Chemiebauer' Franklin Agcaracar ist auf biologischen Reisanbau umgestiegen: ein mutiger Schritt. Er bekämpft Schädlinge höchst erfolgreich und ohne gesundheitliche Schäden mit Milch und Honig und züchtet eigenständig Saatgut für sich und andere Bauern, anstatt es von Konzernen zu kaufen. Er verkauft seine Ernte an wen er will, behält sich Saatgut und Reis für den Eigenbedarf zurück und konnte so sein Einkommen kontinuierlich steigern. Heute ist er schuldenfrei und entzieht sich der Abhängigkeit von Zwischenhändlern und Konzernen. Am Beispiel der Philippinen beschäftigt sich die Dokumentation 'Reis - das goldene Korn' von Eduardo Univazo und Ulla Ebner mit der Situation von Reisbauern im 21. Jahrhundert.
Dokumentation
Herstellungsjahr: 2005
Herstellungsland: Ö/D
[Sender: 3SAT] [Dauer: 30 min]
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